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am 29. September

Teurer Pachtvertrag für die Musikschule in Traun

Gerhard Peterseil - 89 Jahre hindurch 18.000 Euro pro Jahr, damit auf eigenem Grund die Musikschule gebaut werden kann.

1982 pachtete die Stadt Traun von der Besitzerfamilie Abensperg und Traun das Herrenhaus des Schlosses, auf 99 Jahre, um 100 Schilling pro Jahr. Dafür renovierte die Stadt das Herrenhaus und bezahlte die Instandhaltung. Mit dem Pachtvertrag wurde damals aber auch vereinbart, dass im das Schloss umgebenden Schlosspark keine Verbauung stattfinden dürfe (damit das Schloss sichtbar dasteht) und dieses Verbot wurde ins Grundbuch eingetragen.

Somit wäre 2015/2016 gar keine Wohnbebauung im Schlosspark möglich gewesen. Aber es könnte jetzt auch die Musikschule neben der neuen Spinnerei nicht gebaut werden. Daher wurde mit Dr. Abensperg und Traun verhandelt und mit der Zahlung der Stadt von monatlich 1500 Euro wertgesichert, über 89 Jahre hindurch, stimmt er der Löschung des Bauverbots im Grundbuch zu. Darum geht es im vorliegenden Tagesordnungspunkt.

Wir Grüne kritisieren die Höhe der neuen Pacht. 18.000 Euro im Jahr, wertgesichert, 89 Jahre hindurch stellen zum jetzigen Zeitpunkt (je nach eingesetzter Inflationsrate und Verzinsung) Kosten von 1 bis 2 Millionen Euro dar. Die nun zusätzlich zu den Baukosten der Musikschule anfallen. Wir wollten daher eine Neuverhandlung des Pachtzinses. Und auch vom Land OÖ, das einen Gutteil der Musikschule finanzieren soll, möchten wir die Sicherheit, dass trotz aller Einsparungsvorhaben von LH Stelzer der Neubau der Musikschule wirklich kommt. Denn wenn die Musikschule nicht käme, dann wären die 18.000 Euro auf 89 Jahre hinausgeworfenes Geld…

Der Antrag wurde von SP und FP im Gemeinderat angenommen. Dazu erklärte Landtagsabgeordneter Ing. Mahr öffentlich im Gemeinderat, dass es nun einen internen FP-Beschluss gibt, dass die Trauner FPÖ einer Verbauung des Schlossparks nicht zustimmen wird.

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