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am 23. September 2015

Drei Grüne Bür­ger­mei­ster­kan­di­da­tinnen in LL

Die Grünen Linz-Land, Die Grünen Neuhofen/Krems, Die Grünen Wilhering, Die Grünen St. Florian - Karin Chalupar, Doris Eisenriegler und Gabriela Schönberger treten bei der Gemeinderatswahl 2015 in Linz-Land als Bürgermeisterkandidatinnen an.

Landesgeschäftsführerin Michaela Heinisch, Gabriela Schönberger, Karin Chalupar, Doris Eisenriegler und Landessprecherin Maria Buchmayr (v.l.)
Im Bezirk Linz-Land kandidieren heuer drei Grüne Bürgermeisterkandidatinnen

Immer mehr Frauen kandidieren für Grün

Grün wächst – so stark waren die Grünen noch nie – und das ist ein fulminantes Zeichen. Ein Zeichen, dass Grüne Politik nicht zu bremsen ist, sondern begeistert und motiviert. Die Grünen vor Ort in den Gemeinden sind das Rückgrat der Grünen Bewegung. Sie sind unmittelbar bei den lokalen Themen und Anliegen der BürgerInnen. In vielen Gemeinden sind die Grünen mittlerweile DIE starke gestaltende, innovative Kraft, die wichtigen Ideengeber.

Erfreulicherweise kandidieren auch immer mehr Frauen auf den Grünen Listen und auch für das Amt der Bürgermeisterin: OÖ weit stellen sich insgesamt 13 Frauen zur Wahl.

„Die vielen erstmaligen BürgermeisterInnen-Kandidaturen zeigen auf, dass die Grünen jetzt verstärkt bereit sind, Verantwortung an der Gemeindespitze zu übernehmen. Bereit sind, Gemeinden mit Grüner Politik zu führen und zu gestalten. In Hagenberg bewies das Christiane Jogna schon 2009“, freut sich die Grüne Landessprecherin Maria Buchmayr. „Grün wächst, so stark war Grün noch nie – das ist die Basis für einen Erfolg auch bei den kommenden Wahlen. Dafür werden wir gemeinsam arbeiten. Dafür danke ich“, so Buchmayr weiter.

Ziel ist es, in rund der Hälfte der Gemeinden in die BürgermeisterInnen-Stichwahl zu kommen, darunter etwa in Rohrbach-Berg mit Kandidatin Ulrike Schwarz, in Katsdorf mit Kandidatin Dagmar Engl und in Dietach mit Kandidat Lukas Reiter. Buchmayr: „In diesen Stichwahlen ist alles möglich. Wie wollen und werden beim Bürgermeisteramt in etlichen Gemeinden ein entscheidendes Wort mitreden. Denn wir Grüne sind bereit, auch an der Gemeindespitze zu gestalten und Verantwortung zu übernehmen“.

Vieles wird auf Gemeindeebene entschieden

Auf Gemeindeebene wird viel entschieden, was vor allem Frauen betrifft: Kinderbetreuung, Pflege, regionale Nahversorgung und sichere Verkehrswege sind da nur einige Schlagwörter. Wichtige ehrenamtliche Arbeit - ob in Vereinen, sozialen Initiativen, dem kirchlichen Bereich oder der Kinder- und Jugendarbeit – wäre ohne Frauen nicht denkbar. Sie engagieren sich, organisieren, vernetzen und unterstützen, sie hören zu und haben was zu sagen.

Politisch haben sie aber auch im 21. Jahrhundert wenig mitzureden:

Während die Mehrheit der oberösterreichischen Bevölkerung weiblich ist (50,8 Prozent), sind Frauen in den oö. Gemeinderäten mit bescheidenen 25 Prozent vertreten. In den 442 Gemeinden gibt es gerade mal 34 Bürgermeisterinnen, das sind magere 7,7 Prozent.

Warum das so ist, hat klare Ursachen: Der Rahmen für politische Arbeit ist für Frauen nicht sonderlich attraktiv. Die Mehrfachbelastung durch Beruf und Betreuungspflichten lässt Frauen wenig Spielraum für zusätzliches Engagement. Erschwerend kommt dazu, dass die politische Arbeit meist abends stattfindet, wo daheim die Kinder zu betreuen sind. Darüber hinaus ist Politik schon lange kein angesehenes Metier mehr. Teils raue Umgangsformen und Machtspielchen wie unfaire Angriffe oder Herabwürdigungen gehören zum politischen Alltag.

„Frauen profilieren sich in dieser Männerdomäne, indem sie mit Sachlichkeit, Konsequenz und Ausdauer punkten, immerhin schaffen viele den Balanceakt zwischen Job, Familie und Haushalt hervorragend“, hebt Heinisch hervor.

Aber Arbeitsbedingungen können verändert werden. Gemeindepolitik ist spannend und vielfältig – und braucht Frauen mit all ihren Kompetenzen. Umso wichtiger ist es, dass sich Frauen mit ihren Themen und Bedürfnissen einbringen, Festgefahrenes und Veraltetes in Frage und Neues zur Diskussion stellen – und damit einen neuen Rahmen schaffen.

Zukunft kann nur gemeinsam gelingen – mit starken grünen Bürgermeisterkandidatinnen geht das!

Doris Eisenriegler, Gabriela Schönberger und Karin Chalupar werden sich in Linz-Land dieser Herausforderung heuer stellen.


GABRIELA SCHÖNBERGER- BÜRGERMEISTERKANDIDATIN DIE GRÜNEN ST. FLORIAN

St. Florian braucht die Grünen

Das südlich der Landhauptstadt gelegene St. Florian ist eine Gemeinde mit einer besonders hohen Lebensqualität, der Wohnraum entsprechend teuer und begehrt. St. Florian ist zudem fest in ÖVP-Hand, die mit mehr als 56% Stimmenanteil die absolute Mehrheit im Gemeinderat besitzt.

„Gerade die Übermacht der ÖVP hat mich auch 2007 dazu bewogen, Initiativen für die Gründung einer Grünen Gemeindegruppen in St. Florian zu starten“, sagt die Grüne Bürgermeisterkandidatin. Mit einer Gruppe von 15 Personen und Gabriela Schönberger als Spitzenkandidatin traten die Grünen 2009 erstmals bei der Gemeinderatswahl in St. Florian an und erzielten auf Anhieb fast 11% der Stimmen und damit 3 Gemeinderatsmandate.

„Mir war zu Beginn vor allem die Erhaltung des Lebensraum und der unverwechselbaren Landschaft hier in St. Florian wichtig. In Zuge der Gemeinderatsarbeit ist mir dann aber bewusst geworden, dass bei absoluten Mehrheitsverhältnissen de facto immer nur das geschehen kann und wird, was die Partei mit der absoluten Mehrheit will“, stellt Schönberger fest.

Grüne Ideen mussten daher oft erst mit einem anderen „Mascherl“ versehen werden, bevor sie realisiert werden konnten. Dennoch haben die Grünen St. Florian eine sehr wichtige Funktion im Gemeinderat, denn jede Macht braucht auch Kontrolle.

„Ich denke, wir haben uns mittlerweile als Gemeinderatsfraktion etabliert und bewährt. Waren wir 2009 noch die von den anderen Parteien schief angeschauten, ungewollten Neuen, so wird 2015 unsere Arbeit als 4. Gemeinderatsfraktion allgemein geschätzt“, freut sich Schönberger.

Erst durch die Grünen entstand eine Atmosphäre, bei der in den Gemeinderatssitzungen nicht mehr einfach nur die Amtsvorträge vorgelesen und einstimmig abgenickt werden. Dabei ist es Richtschnur, nicht generell „dagegen“ zu sein. Auch die Grünen haben den meisten Tagesordnungspunkten zugestimmt, aber bei jenen dagegen gestimmt, die nicht mit dem Gewissen und unseren Ansprüchen zu vereinbaren waren.

Darum kandidiere ich:

Seit dem Jahr 2000 ist Robert Zeitlinger (ÖVP) Bürgermeister von St. Florian und zugleich auch Leiter der Finanzabteilung. „Zeitlinger sitzt fest im Sattel, die Herausforderung ist daher wirklich groß“, stellt Schönberger fest. Sehr lange hat sie daher überlegt, sich als Bürgermeisterkandidatin zur Verfügung zu stellen. „Jede/r neue KandidatIn hat es schwer, aber was wäre eine Wahl mit nur einem Kandidaten?“, fragt sich Schönberger weiter. Genau diese Überlegungen haben mich dazu bewogen, mich am 27. September als Kandidatin mit Außenseiterchancen um das Amt der Bürgermeisterin von St. Florian zu bewerben.

„Meine Kandidatur als Bürgermeisterin soll vor allem auch eine Vorbildwirkung haben – das ist mir ganz besonders wichtig. Eine Vorbildwirkung für Frauen, sich politisch zu betätigen und sich auch in den Vordergrund zu treten trauen.“

„Wie wichtig mir die Motivation der Frauen zur Mitarbeit in der Politik ist, zeigt sich auch in dem, mit 70% enorm hohen Frauenanteil der Grünen KandidatInnenliste zur Gemeinderatswahl in St. Florian.“

Die Grünen Themen für St. Florian

  • Mehr Mitbestimmung der BürgerInnen bei der Ortsentwicklung.
  • Vermehrter Einsatz von erneuerbaren Energien.
  • Besserer Schutz der Umwelt und des Landschaftsbildes.
  • Erweiterung des Öffi-Angebotes.

KARIN CHALUPAR - BÜRGERMEISTERKANDIDATIN DIE GRÜNEN NEUHOFEN/KREMS

Die Alternative mit Erfahrung, Mut und Herz

„In Neuhofen ist das politische Klima sehr schlecht. Vor allem SPÖ und ÖVP sind mit gegenseitigen Schuldzuweisen nicht sparsam. Während die eine Partei oft ein wenig neidisch reagiert, weil sie nicht mehr den Bürgermeister stellt, handelt die andere nach dem Motto: Jetzt erst recht“, stellt Chalupar, Lehrerin an der Neuen Mittelschule in Neuhofen und selbst Mutter zweier erwachsener Söhne gleich zu Beginn scharf fest.

Große Projekte sollten aber nicht mit knapper Mehrheit durchgesetzt werden. Dadurch bleibt eine schlechte Stimmung – auch bei guten Konzepten. Die gemeinsame Suche nach den besten Lösungen steht für Chalupar, die schon seit 24 Jahren in der Kommunalpolitik tätig ist, daher im Vordergrund. „Ich bin keiner Lobby verpflichtet, gemeinsame Lösungen statt Alleingang, gemeinsam für Neuhofen statt gegenseitige Schuldzuweisungen. So stelle ich mir die Zukunft für unsere Gemeinde vor“, so die Grüne Bürgermeisterkandidatin. Dafür wird es aber notwendig sein mutig ökologische, soziale und demokratische Werte zu verteidigen.

Meine Ideen für Neuhofen:

  • Eine transparente, offene Gemeindepolitik soll Vereine und Initiativen zum Mitgestalten im Ort ermutigen.
  • Das kulturelle Angebot soll ein wichtiger Beitrag zur Stärkung des vorhandenen Potenzials in Neuhofen sein.
  • Der Öffentliche Raum soll so gestaltet sein, dass sich RadfahrerInnen und FußgängerInnen gerne und sicher im Ort bewegen.
  • Die Raumordnung soll sich so weiterentwickeln, dass innovatives Wohnen zentrumsnah und verdichtet entstehen kann. Eine nachhaltige Raumordnung sorgt auch für eine gute Infrastruktur im Zentrum.
  • Durch eine vorausschauende Bildungspolitik sollen die Qualität und die Größe der Schulen, Horte und Kindergartenplätze gesichert werden.
  • Eine gute Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden, um die kommunalen Aufgaben sparsam und sinnvoll zu koordinieren.


DORIS EISENRIEGLER- BÜRGERMEISTERKANDIDATIN DIE GRÜNEN WILHERING

Meine Grüne Kandidatur für das Bürgermeisteramt in Wilhering

Mit Doris Eisenriegler tritt eine Grüne Kandidatin für das Amt der Bürgermeisterin an, die in der Politik bereits jahrelange Erfahrung gesammelt hat. Eisenriegler war Dritte Präsidentin des Landtages, ist Sprecherin der Grünen 50+ OÖ und bereits seit 1985 Grüne Gemeinderätin und aktuell Fraktionsobfrau in der Gemeinde Wilhering. Seit 11. August steht nun fest: Es gibt mit Doris Eisenriegler eine dritte Kandidatur für das Bürgermeisteramt in Wilhering.

„Wilhering ist eine Wohngemeinde im Nahbereich von Linz mit hoher Lebensqualität. Ich trete an, um eine Alternative zu Rot und Schwarz zu bieten. Als Bürgermeisterin möchte ich mich dafür einsetzen, dass der ländliche Charakter, der Zusammenhalt der Bevölkerung, die Schönheit unserer Natur nicht einer Spekulation mit Grund und Boden geopfert wird. Die bestehenden Bauland-Reserven sollten für die nächsten Jahrzehnte ausreichend sein, die Bevölkerungszahl von derzeit ca. 6000 Einwohnern nicht wesentlich überschritten werden.“

Viel zu tun gibt es auch beim öffentlichen Verkehr, bei der Jugend- und Altenbetreuung: „Vor allem in den Abendstunden und an den Wochenenden brauchen wir ein besseres Öffi-Angebot. Die Wilheringer Jugend wartet seit Jahren auf ein Jugendzentrum, dafür sollte endlich Geld in die Hand genommen werden und die ältere Generation muss auch im Falle von Betreuungs- oder Pflegebedürftigkeit in der gewohnten Umgebung bleiben können. Das vorhandene „Betreubare Wohnen“ sollte nicht darüber hinweg täuschen, dass bei nachlassender Mobilität und höherer Pflegestufe wieder ein Wohnungswechsel in eines der Bezirksaltenheime außerhalb des Gemeindegebiets ansteht. Bei künftigen Bauvorhaben sollen gemeinschaftliche Wohnformen wie „Generationenwohnen“ angedacht werden!“

„Die Solidarität unter der Wilheringer Bevölkerung ist beeindruckend, sowohl gegenüber den Alteingesessenen, als auch gegenüber Neuankömmlingen wie den zehn im Gemeindegebiet untergebrachten Syrischen Flüchtlingen. Wilhering hat allerdings noch nicht die Quote von 1,5 % der Bevölkerung erreicht, weshalb die aktuelle Herausforderung in der Zur-Verfügung-Stellung von weiteren Wohnplätzen für Flüchtlinge besteht. Wir schaffen das gemeinsam!“, so Eisenriegler abschließend.

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